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Unsere Tipps

Unsere Lieblingsbücher

Was sollen wir vom Team der Bücherstube Draht groß lamentieren? Unter dieser Rubrik finden Sie regelmäßig neue Tipps und unserer absoluten Lieblingsbücher.

 

Rob Hart – Der Store

„O.K. Leute, jetzt habt Ihr`s offiziell: Ich werde sterben, und das in absehbarer Zeit – wahrscheinlich werde ich das von mir so heiß geliebte Weihnachtsgeschäft nicht mehr erleben…“ Gibbson heißt derjenige der dieses von sich gibt, seines Zeichens Boss der Weltumspannenden „Cloud-Corporation“. Währendessen, bewerben sich Paxton, ein durch ebendieses Unternehmen in die Pleite getriebener Unternehmer, sowie Zinnia, eine mit einem Auftrag versehene Industriespionin um einen Job bei „Cloud“. Diese drei Figuren sind das eigentliche Gerüst der Story, alles rankt sich um sie, einer Geschichte in enger Anlehnung an unsere Gegenwart. „Cloud“ hat es geschafft: Dank unermüdlicher und hart geführter Konkurrenzkämpfe gibt es so gut wie keine ernst zunehmenden Gegner mehr. Die Städte sind verödet, doch „Cloud“ transportiert alles Gewünschte, dank seiner revolutionären Drohnentechnik in jeden Haushalt – aber das hat seinen Preis…

Toll geschriebene Utopie, so detailreich und anschaulich – aber auch bedrohlich, es fiel mir unendlich schwer dieses Buch aus der Hand zu legen.

Eine Empfehlung von Hans-Günter Draht (13.09.2019).

Autor: Rob Hart

Titel: Der Store

Verlag: Heyne

Einband: Gebunden

ISBN: 978-3-453-27230-9

Preis: 22,00€

Christelle Dabos – Die Spiegelreisende 1 – Die Verlobten des Winters

Die Welt wie wir sie kennen ist zerbrochen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Erde ist in verschiedene „Archen“ aufgeteilt, jede von ihnen ist autark, hat ihre eigenen Regeln und entsprechende Hierarchien. Ophelia, die Hauptfigur dieser auf drei Bände angelegten Fantasie-Reihe ist eine etwas weltfremde junge Dame die ihren Dienst im Familienarchiv ihrer Sippe versieht. So unscheinbar Ophelia von außen erscheint, verfügt sie doch über aussergewöhnliche Fähigkeiten, wie die des „Lesens“ genauer, sie ist in der Lage aus Gegenstände alles nur mögliche zu erlesen: Alter , Herkunft, Vor-Besitzer u.s.w., ausserdem besitzt sie die Fähigkeit durch Spiegel zu gehen.
Nachdem von ihr bereits zwei Heiratsanträge abgelehnt wurden, wird sie von den „Doyennen“ – den wahren Machthaberinnen der Arche „Anima“ -gezwungen einen jungen Mann namens Thorn, lebend auf der Arche „Pol“ zu heiraten. Thorn, ihr Bräutigam entpuppt sich bei dem ersten Treffen als kompletter Autist – ein Genie im Umgang mit Zahlen, ansonsten eiskalt, gefühllos und arrogant. Fortan werden die beiden am Pol, einer bitterkalten und unwirtlichen Region leben müssen. Ihr „Zuhause“ wird die Himmelburg sein, ein Ort voller Illusionen und gefährlicher Intrigen, sie muß dort um ihr Leben fürchten, da ihr Verlobter nicht nur einer der höchsten Beamten, sondern der meistgehassteste Mann seiner Arche ist.
Dieses Buch hat mir extrem gut gefallen. Die Geschichte zeichnet sich durch viele Überraschungseffekte aus. Ständig verändern sich Situationen, Orte, Handelnde. Beim lesen mußte ich immer wieder an den japanischen Fantasie-Zeichentrickfilm „Prinzessin Mononoke“ denken – ein genialer Film. Momentan lese ich den zweiten Band „Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast“, der die Qualität des ersten Bandes hält. Leider werde ich dieses Buch bald ausgelesen haben und der dritte und letzte Band „Das Gedächtnis von Babel“ erscheint erst Mitte November – Seufz!
Autorin: Christelle Dabos
Titel: Die Spiegelreisende 1 – Die Verlobte des Winters
Verlag: Insel
Einband: Gebunden
ISBN: 978-3-458-17792-0
Preis: 18,00€

Karsten Dusse – Achtsam morden

Björn Diemel, erfolgreicher Anwalt hat Stress ohne Ende. Nicht nur, das er massenweise Überstunden für höchst dubiose Mandanten schieben muss, ausserdem droht seine Ehe aufgrund dieser Belastungen vor die Hunde zu gehen – mal abgesehen davon, das er seine kleine Tochter Emely höchstens schlafend zu Gesicht bekommt. Es muss sich was ändern, seine Frau stellt ihm ein Ultimatum: entweder er besucht einen Achtsamkeits-Kurs bei Joschka Breitner, oder er sieht seine Gattin und Tochter höchstens noch zu festgelegten Besuchszeiten. Björn besucht unter vielen Vorbehalten dessen Kurs, stellt aber sehr bald fest, wie gut ihm die strikte Anwendung der „Achtsamkeits-Prinzipien“ tut. Unter dem Motto „Sie müssen nicht tun, was sie nicht tun wollen“ und „Singletasking“ statt „Multitasking“, beginnt er zunächst damit sein grösstes „Mandanten-Problem“ aus dem Weg zu räumen. Ein höchst schräger, den Prinzipien der „Achtsamkeit“ verpflichteter Krimi, voller kruder Wendungen – so macht „Achtsamkeit Spaß.

Eine Empfehlung von Hans-Günter Draht.

Leila Slimani – Dann schlaf auch Du

Myriam und Paul glücklich verheiratet, gesegnet mit zwei niedlichen kleinen Kindern führen eine typische Mittelklasse-Existenz. Nachdem Pauls Karriere so langsam Fahrt aufgenommen hat, fühlt sich Myriam zusehends mit ihren Kindern allein gelassen. Von einem befreundeten ehemaligen Komillitonen angesprochen, möchte sie wieden in ihrem alten Beruf als Rechtsanwältin einsteigen – ist aber nicht machbar, wegen der Kinder. Durch Recherche, viel Glück und Zufall geraten beide an Louise – die ideale Nanni. Es dauert nicht lange, und Louise macht sich durch ihre unaufdringliche Art, ihre Kunst mit den Kindern umzugehen und einen Haushalt zu führen unentbehrlich. Endlich läuft der Alltag wie geschmiert, eine kleine glückliche Mittelstandsfamilie – die nichts über das Privatleben, das Umfeld ihrer Nanni weiß, und eigentlich auch nicht wissen will. Deren Leben läuft, durch die Schulden ihres viel zu früh verstorbenen Mannes immer stärker unter Druck gesetzt, zusehends aus dem Ruder. Zwei Klassen, mit ihren unterschiedlichen Lebenserfahrungen stehen sich unverstanden gegenüber – die Tragödie nimmt ihren Lauf. Dicht erzählte Geschichte über das Zusammentreffen verschiedener Milleus, und soziale Leben im heutigen Frankreich.

Eine Empfehlung von Hans-Günter Draht.

Rebecca Gablé – Die fremde Königin

Wir schreiben das Jahr 951 n. Chr., König Otto I – der spätere Kaiser Otto I – regiert das Ostfränkische Reich. Ein Gebiet, aus dem später einmal das Gebilde „Deutschland“ entstehen wird. Die Zeiten sind hart, die Sitten rauh, und ein Menschenleben kann einem schnell mit den Worten „vergelts Gott“ genommen werden. Der Held dieser Geschichte ist ein gewisser Gaidemar, seines Zeichen Panzerreiter – also Elitesoldat – unter Ottos Kommando. Aus seiner Sicht werden die wichtigsten Geschehnisse der damaligen Zeit geschildert: die Befreiung der jungen Adelheid aus italischer Gefangenschaft (der späteren Gemahlin Ottos), die Schlacht auf dem Lechfeld gegen die bösen Ungarn, und die Kaiserkrönung Ottos in Rom. Mit den Sprüchen von „Früher war alles besser“ , wird in diesem genial erzählten historischen Roman gnadenlos aufgeräumt. Intrigen, Anschläge, Verrat – Geschenkt, alles schon mal dagewesen. Am Hofe Ottos oder des Papstes wurde schon damals heftig intrigiert was das Zeug hält. Rebecca Gable´ hält sich da – soweit vorhanden – an die offiziellen Verlautbarungen der damaligen Zeit, und hat alles zu einer spannenden Erzählung verdichtet. Vor allem historisch Interressierte dürften bei diesem zweiten Band über Ottos Leben voll auf ihre Kosten kommen.

Eine Empfehlung von Hans-Günter Draht.

Graham Norton – Ein irischer Dorfpolizist

Nichts, aber auch wirklich gar nichts bewegt sich in dem irischen Provinzkaff „Duneen“. Der übergewichtige Sergeant PJ Collins kommt fast um vor Langeweile, und führt das Leben eines Aussenseiters – geachtet aber von allen gemieden. Wären da nicht die Bauarbeiten auf der Burke-Farm, und ein überraschender Knochenfund. Jetzt kommt endlich Leben in diesem Nest,; ein hohes Tier aus Dublin taucht auf, einige bisher unauffällige Dorfbewohner die sich jetzt merkwürdig auffällig verhalten, ein bislang lethargischer Dorfpolizist der plötzlich unerwartete Spürnasen Qualitäten an sich entdeckt und ein Fall der immer komplizierter zu werden droht…

Die Geschichte hat mir gut gefallen, kann man locker weglesen. Die Figuren sind authentisch, und von Irland kriegt man auch ´ne Menge – vor allem aber das miese Wetter – mit.

Eine Empfehlung von Hans-Günter Draht.

T.C. Boyle – Die Terranauten

Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1992.  Für die Mission  „Ecosphere 2“  haben sich insgesamt 16 Personen gemeldet – je 8 Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerinnen. Nur 8 Kandidaten(innen) werden an dieser Mission teilnehmen. Die Aufgabe des Projektes lautet: Für die Dauer von zwei Jahren werden besagte Personen in ein riesiges Terrarium (Fläche ca. 25.000 m²) eingeschlossen – nichts kommt rein, und nichts geht raus. Selbstversorgung und Erhaltung der ökologischen Systeme für die Simulation einer Mars-Mission ist oberstes Ziel. Alleine schon die Auswahl der Crew bringt einen Konkurrenzkampf bis aufs Messer mit sich, denn jeder der teilnehmenden Wisenschaftler/innen wird Ruhm und Prestige gewinnen – vorausgesetzt die Mission verläuft erfolgreich. Der „Einschluss“ wird begleitet durch ein enormes Interese der Öffentlichkeit. Bald aber kehrt Normalität in der „Ecospere 2“ ein, zu der Nickeligkeiten, Eifersüchteleien sowie alltägliche Marotten gehören – und zwei Jahre sind eine lange Zeit, Zeit für viele überraschende Wendungen…

Ein toller Roman, angelehnt an ein  Ereignis im US-Staat Arizona zu Beginn der Neunziger Jahre. Es ist spannend die Gruppendynamik, die sich aus diesem „Einschluss“  ergibt aus der Distanz eines Voyeurs zu verfolgen. Es entwickeln sich Sympathien zu bestimmten handelnden Personen – aber eben jene Sympathien sind einem steten Wandel unterworfen.

Eine Empfehlung von Hans-Günter Draht

Julian Barnes – Der Lärm der Zeit

Einst war Dmitri Schostakowitsch ein gefeierter Komponist der Sowjetunion und feierte bereits in jüngsten Jahren große Erfolge; Kompositionen von ihm wurden weltweit gespielt und ob ihrer Progressivität gelobt. Im Mai 1937 lebt er nunmehr in Angst, sitzt auf gepackten Koffern am Aufzug seines Wohnkomplexes, wartet auf seine Verhaftung und seine Gedanken kreisen um die Frage, wie er seine Situation vor seiner Familie geheim halten kann.
Doch was war in der Zwischenzeit geschehen? Wie wurde aus einem der leuchtenden Beispiele der russischen Kultur ein vermeintlich Gejagter?
– Stalin, der sich vermeintlich für seine Musik zu interessieren scheint, verlässt bei einem seiner gefeiertsten Stücke bereits vorzeitig die Oper und zu allem Überfluss erscheint auch in der parteiinternen Zeitung bald ein verheerender Artikel: Schostakowitsch wird vorgeworfen, Musik für die Bourgeoisie komponiert und die Bedürfnisse des russischen Volkes aus den Augen verloren zu haben. Kurzum: Es wird nach einer öffentlichen Entschuldigung verlangt.
Wie also verhält sich nun der Künstler? Steht er zu seiner Kunst und zu seinen Ideen oder verrät er sie an die Obrigkeit?

Julian Barnes schafft es, wie schon bei seinem Erfolgsroman „Vom Ende einer Geschichte“, ein ganzes Leben auf wenigen Seiten mit seinem sehr kompakten Schreibstil festzuhalten ohne dem Leser das Gefühl zu geben, er würde etwas verpassen. Und auch wenn die Frage nach der persönlichen Integrität nicht universell beantwortet wird, so schafft das Buch doch sehr wohl ein Bewusstsein für die Umstände (der Künstler) der damaligen Zeit anhand des Beispiels von Dmitri Schostakowitsch.

Somit ist dieses kleine/große Buch für mich einer meiner absoluten Favoriten dieses Frühjahres.

Eine Empfehlung von Nico Bärenklau.

Jaron Lanier – Zehn Gründe, warum Du Deine Social Media Accounts sofort löschen musst

Bereits die ersten Seiten des Buches sind ein eidrucksvoller Einblick in die negativen Seiten der Social-Media-Welt.

Durch die großen Konzerne wie Google, Facebook und Co. Werden wir rund um die Uhr überwacht und kontrolliert. Warum ist das so und was kann man als Benutzer dieser Plattformen dagegen tun, um nicht vielleicht doch (wenn auch unbewusst) als Like-Marionette zu Enden?

Denn eines ist klar und wird in diesem Buch mehr als deutlich: Zuckerberg und Konsorten sind durch die werbefinanzierten Geschäftsmodelle dazu gezwungen, permanent Verhaltensweisen zu kontrollieren und diese für die Werbeindustrie zu optimieren.

Problematisch ist auch, dass sie von Unternehmen, Organisationen, aber auch (wie zuletzt verstärkt in den Medien publik gemacht wurde) politischen Einflussgruppen gemietet werden können, welche die riesigen Mengen an Userdaten für ureigenen Interessen wie z.B. Wahlkämpfe etc. Nutzen können. Auch deswegen ruft Jaron Lanier dazu auf, seinen Social Media Account zu löschen bzw. Viel sensibler mit seinen Daten umzugehen.

Während des Lesens wurde mir als Vertreterin der „Y-Generation“ vieles bewusst, worüber ich vor dem Lesen des Buches nicht nachgedacht und es als Selbstverständlichkeit wahrgenommen habe.

Zusammenfassen kann man sagen, dass das Buch sehr ansprechend geschrieben war und es mir einen großes Spaß beim Lesen großen Spaß gemacht hat.

Von mir also eine absolute Empfehlung (auch für diejenigen, die nicht vorhaben ihren Facebook-Account zu löschen).

Eine Empfehlung von Zoey Reich (Schülerpraktikantin)

Raphael Honigstein – Ich mag, wenn’s kracht – Jürgen Klopp, die Biografie

Rosenmontag 2001 – Die nur sechs erspielten Punkten in knapp vier Monaten sorgten dafür das Mainz 05 ohne Trainer auf einem der Abstiegsränge stand. In dieser Situation kommt Manager Christian Heidel die Idee. Benötigt wurde jemand aus den eigenen Reihen, jemand der den Verein, die Mannschaft und die Leute kennt, jemand mit Motivationstalent und Führungsqualitäten. Also fragte er den damals noch als Verteidiger spielenden Jürgen Klopp, ob er sich diesen Job zutraue. Dessen Reaktion war typisch für das, was Fußballdeutschland und die Welt in den nächsten 17 Jahren seiner bisherigen Trainerlaufbahn kennen lernen sollte; ohne auch nur zu zögern sagte er „Geile Idee, das machen wir“ und „Klar, mach ich.“

Und nach zwei Vereinswechseln, zwei deutschen Meisterschaften, dem Gewinn des DFB-Pokal steht Jürgen Klopp am Samstag zum zweiten Mal im Finale der Champions League. Passend dazu wollen wir euch Klopps Biografie „Ich mag, wenn’s kracht“  von Raphael Honigstein an’s Herz legen.

Egal ob es Anekdoten zu Klopp’s prägender Jugend sind und den familiären Rückhalt der ihn gestärkt hat (zum Beispiel als die Eltern regelmäßig vor sechs Uhr morgens aufstanden um ihn rechtzeitig zu Spielen zu fahren), Interviews mit seinen Spielern, die seinen Spielstil und die dazugehörige Philosophie vollkommen verinnerlichen wie zum Beispiel Adam Lallana bestätigte: „Es ist mental sehr anstrengend, aber wenn die anderen alle mitziehen ist es einfach. Du genießt es, den Schmerz zu spüren, weil alle es machen. Du willst für deinen Kollegen weitermachen. Er leidet, und du leidest, aber das ist in Ordnung. So gefällt es dem Trainer, so ist er selbst. Manchmal bejubelt er Tacklings wie Tore. Weil er weiß, dass es weh tut.“ Oder ob es Freunde sind, die ihn für seine Menschlichkeit loben wie es Fernsehreporter Martin Quast tut, der davon erzählt wie Klopp ganze Vereine umkrempelt und die komplette Stimmung verändert, indem er „…seinen Style da reinbringt dieses völlig Offene.“ Quast vergleicht es mit einem Mehrparteienhaus in dem Klopp in Mainz noch gewohnt hat. „Im ganzen Haus waren immer die Türen auf, zu den verschiedenen Wohnungen. Ein guter Freund von mir, der über ihm gewohnt hat, kam morgens immer zum Frühstück runter. Er hat einfach gern Menschen um sich.“ Aber auch Freundschaften wie die mit Hans-Joachim Watzke, die ruhen mussten als Klopp mit Liverpool gegen Dortmund antreten musste, und das Verhältnis danach einige Monate angespannt war.

Raphael Honigstein hat ein wunderbares Werk zusammengestellt, dass einem sowohl einen Einblick in die Professionalität und die Arbeitsmoral von Jürgen Klopp bietet, als auch die menschliche und persönliche Seite von ihm zeigt. Wer also vor dem Finale noch ein bisschen mehr über Klopp erfahren möchte oder einfach generell an Fußball interessiert ist, und sich über eine in jedem Falle große Persönlichkeit und die Taktikfeinheiten für das berühmte „Klopp’sche Gegenpressing“ und seinen Ursprung informieren möchte kann mit diesem Buch nichts falsch machen.

Eine Empfehlung von David Sulman.

Richard Russo – Diese gottverdammten Träume

Zu Beginn erst mal etwas ungewöhnliches, eine kleine Kritik könnte man es nennen – bereits im Jahr 2001 erschien Richard Russos Roman „Diese gottverdammten Träume“ (engl. Empire Falls), erhielt den begehrten Pulizer -Preis und wurde von der Kritik in hohen Tönen gelobt. 15 Jahre später, im Jahr 2016 angekommen, halte ich die Übersetzung in den Händen. Was ist passiert? Ein so hervorragendes Buch und eine so späte Übersetzung? Nun ja, wollen wir die verlorenen 15 Jahre ein wenig aufholen und die positiven Kritiken erneut ertönen lassen!

Miles Roby ist ein gescheiterter Mann. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er in der Kleinstadt Empire Falls als Burgerbrater im Empire Grill, einem kleinen Diner. Seine Ehe ist kaputt, die Mutter früh verstorben. Das Studium am Collage hat er frühzeitig abgebrochen, um die kranke Mutter zu pflegen. Seine Tochter steht mitten in der Pubertät und die alltäglichen Gäste im Diner machen Miles das Leben auch nicht gerade erträglicher. Dabei hatte er doch eine ganz andere Vorstellung von seinem Leben, kann aber seinen Verpflichtungen, die ihn an die Stadt binden, nicht entkommen. Aber einen Hoffnungsschimmer hegt Miles wie einen Schatz seit Jahren: Marthas Vineyard, die kleine Insel, auf der er als Kind Urlaub gemacht hat. Sie ist der Lichtblick, zu dem es irgendwann zu fliehen gilt…, diese gottverdammten Träume, die man halt so hat.

Frei heraus muss ich gestehen: Dieser Roman hat mich überzeugt! Mehr als 700 Seiten mögen den ein oder anderen Leser abschrecken, aber das Buch muss sich die Zeit einfach nehmen. Ganz gemächlich beginnt die Geschichte auf den ersten Seiten, die Charaktere fremd und die Umgebung trostlos, eine marode Kleinstadt im Norden der USA. Aber Seite um Seite, Kapitel für Kapitel, verdichtet sich die Geschichte, werden die Protagonisten vielschichtiger und der Leser kann immer mehr Handlungen nachvollziehen. Rückblicke in Miles Kindheit lassen zudem die Vergangenheit der Stadt klar werden. Angefangen mit eben diesem Miles, einem ruhigen und bescheidenen Mann, den man sofort in sein Herz schließt, sind auch die anderen Protagonisten im Buch ausgefeilt und vollkommen authentisch. Immer wieder wird das eigentümliche Leben in Empire Falls aus den Blickwinkeln der unterschiedlichsten Leute beleuchtet. So Handeln Kapitel von Miles Tochter oder seiner Exfrau, aber auch mal vom zukünftigen Polizeichef der Stadt und seinem Sohn. Man wird Teil von Empire Falls und so kontrovers, wie die Stadt bei den Einwohnern diskutiert wird, so kontrovers ist der Leser mit den Protagonisten beschäftigt. Ganz dezent arbeitet sich ein Gefühl an die Oberfläche, nämlich das im banalen Alltag so etwas wie Kummer und Verlust liegen kann; Kummer um die eigene Situation und Verlust der eigenen Zukunft.

Das unerwartete und plötzliche Finale des Buches macht aus der vorherigen Handlung eine runde und für meinen Teil grandios gelungene Geschichte, die man nicht so schnell vergessen wird. Ich war gefesselt, berührt, schockiert und gefasst. Habe mit den Protagonisten gefiebert, sie nicht verstanden, war sauer auf sie oder resigniert. Ein Buch aus dem Leben!

Richard Russo, ich bleibe ein Leser ihrer Bücher! Gottverdammt, ich träume halt von noch so einem Buch von Ihnen…!

Eine Empfehlung von Mike Wagner.

Joao Tordo – Stockmans Melodie

Kennen Sie das Gefühl, das sich manchmal einstellt gegenüber von Personen: Eine eigentümliche und unerklärliche Vertrautheit? Momente, in denen man sich dem anderen erschreckend verbunden und viel zu nahe fühlt? Was für ein Schock muss es sein, wenn dieses Gefühl gegenüber einer vollkommen fremden Person auftritt.
Aber vielleicht legt sich das Unverständnis warum eine Buchbesprechung diese „mythisch“ anmutenden Fragen gleich zu beginnt stellt, nach einer kurzen Einleitung. Mit der Tür ins Haus zu fallen ist ja eher unhöflich.
In dem neuen Roman von João Tordo, „Stockmans Melodie“, geht es zunächst um Hugo, einem gescheiterten Musiker. Gleich zu Beginn kehrt dieser der Stadt Montreal den Rücken. Alkohol, Drogen, beträchtliche Schulden und eine gescheiterte Karriere, das alles lässt Hugo zurück. Er kehrt heim nach Lissabon, um nun dort sein Glück zu finden. Im Gepäck nur seinen angeschlagenen Kontrabass und die Idee zu einer Komposition, die ihn seit langer Zeit beschäftigt. Bei einem Konzert des berühmten Pianisten Luís Stockman geschieht allerdings das unerklärliche: Stockman spielt Hugos Komposition. Woher kennt der Pianist Hugos Ideen? Woher kommt die albtraumhafte Verbundenheit? Ab dem Moment beginnt für beide Protagonisten des Romans der Kampf zwischen der realen Welt und möglicher Fiktion.
Verwirrend, melancholisch und hervorragend erzählt sind nur ein paar Begriffe, die mir einfallen würden, wenn ich den Roman von Tordo aus dem Stegreif beschreiben müsste. Doch diese Begriffe allein werden dem Roman nicht ansatzweise gerecht, also bin ich froh, ein wenig mehr Zeit zu haben um den in zwei Teile gegliederten Roman etwas näher beleuchten zu können.
Der erste Teil beschreibt die Innensicht von Hugo und ist von der Atmosphäre her eher emotional, hat mich immer mehr mit in die Gedankenwelt einer gescheiterten Existenz genommen. Die Szenen sind lebhaft und eindringlich beschrieben und ab dem Auftreten Stockmans verdichtete sich der Teil zu einem Kampf mit der Realität, die Hugo umgibt. Die Passagen des Selbstzweifels und der eigenen Verleugnung, gipfeln für mich in einem literarisch hochwertigen Finale. Mir war Hugo als Protagonist auf Anhieb sympathisch und bei jeder Seite wollte ich mehr erfahren, schneller lesen, wurde mein Verstand erprobt.
Doch die wirklich hohe Qualität des Romans und des Autors, beginnen für mich mit dem 2. Teil der Handlung. Die dort gebrachte Leistung unterscheidet Tordo für mich deutlich von anderen Schriftstellern, die ich in jüngster Zeit gelesen habe. Schade, dass ich nicht früher etwas von dem Autor gehört habe, der in seiner Heimat Portugal bereits einige renommierte Preise entgegen nehmen durfte. Zu Recht finde ich.
In diesem besagten 2. Teil erfolgt ein kompletter Wechsel der Perspektive, nun ist Stockman der Protagonist im Rampenlicht, wird aber nur sehr neutral von einem befreundeten Schriftsteller beschrieben. Hier beginnt die wahre Suche nach dem Ich Hugos und Stockmans, hier wird versucht, der Frage auf den Grund zu gehen: Können wir etwas vermissen, was wir nie wirklich gekannt haben? Der Leser wird mit seinen eigenen (vielleicht) verwirrenden Schlussfolgerungen zur bisherigen Geschichte konfrontiert, stellt diese infrage und ist somit mehr und mehr ein aktiver Teil des Hauptmotivs des Romans. Er kann die Macht der Absurdität und des Zweifels am eigenen Leib, während der Lektüre miterleben. Genau das war der Moment, in dem ich mich vom Autor quasi „in den Roman entführt“ gefühlt habe.
Meiner Meinung nach ist es João Tordo mit diesem Roman gelungen, ein perfekt inszeniertes Verwirrspiel aufzuführen. Es nimmt den Leser auf erstaunliche Art und Weise gefangen und
trotz der stellenweise nicht ganz einfachen Thematik, ist man gefesselt von der sich verdichtenden Handlung und gepackt von der Intensität der Charaktere. Eine Symphonie von einem Roman und eine großartige Leistung.
Eine Empfehlung von Mike Wagner.

Ronja von Rönne – Wir kommen

 

„Natürlich ist es unsere neurotische Hyperreflexion, das ständige Hinterfragen der eigenen Rolle, die manische Beschäftigung mit uns selbst, die Zeit, die sich öde und unendlich vor uns ausbreitet … “

Maja, die Freundin von Nora ist Tod.

Nora ist in einer unkonventionellen Beziehung mit drei anderen Mittzwanzigern, Jonas, Karl und Leonie. Leonie ihrerseits hat noch eine Tochter, Emma-Lou. Gequält wird Nora von Panikattacken. Ihr Therapeut fährt aber mal kurz in den Urlaub. In der Beziehung zu viert beginnt es langsam leicht zu bröckeln, also planen alle vier einen Urlaub mit Party in einem Strandhaus. Im Gepäck noch eine Schildkröte und die schweigende Emma-Lou.

Wer Ronja von Rönne kennt, aus dem Feuilleton oder von ihrem SUDELHEFT-Blog, von der einen oder anderen Kontroverse um geschriebene Texte, dem kann man diesen Roman absolut empfehlen! Der Schreibstil ist ähnlich wie im Blog, die Handlung und Figuren sind witzig, sarkastisch, zynisch und manchmal einfach nur schräg.

Nora scheint hier das Alter Ego von Ronja von Rönne zu sein. Ein eigenwilliger und humorvoller Blick auf die Generation 20+, mit ihren Fehlern und Bedürfnissen. Aber was den Text mehr als empfehlenswert macht ist, dass dem Leser auch ein weiterer Zugang ermöglicht wird, obwohl er nie etwas von Frau von Rönne gehört hat. Umso mehr gilt das für Leute, die mit ihr so gar nichts anfangen können.

„Wir brauchen eine Erinnerung daran, wie gut wir es haben, denn mittlerweile haben wir es alle vergessen, und die Sonne und der Pool reicht nicht, um uns daran zu erinnern.“

Immer wieder kommt für mich in dem Roman ein prägendes Gefühl zum Vorschein, ein Gefühl, die Teile der Generation 20+ selber nicht genau benennen können. Nicht mehr nur oberflächlich kritisch, sondern ganz dezent feinfühlig entwickelt Ronja von Rönne in diesem Roman eine Gefühlswelt, der Ausdruck verliehen werden will. Man weiß nicht genau, woher kommt das Gefühl? Was macht es aus? Irgendwie fällt es schwer Entscheidungen zu treffen, seinen Platz zu finden. Es fällt halt schwer zu wissen, was man will, wenn man nicht weiß, WER man denn eigentlich ist. Es ist einfacher die Entscheidungen abzugeben darüber, was man will. Überhaupt: Wie soll das Ganze gehen, gute Entscheidungen treffen?

Im Roman immer wieder aufgegriffen im Motiv der Person Maja. Vor diesem Hintergrund ist es auch entscheidend, wie die Grundstruktur des Romans ist. Nora schreibt nämlich ein Tagebuch für ihren Therapeuten, um ihrer Panik auf den Grund zu gehen. Auf dem Buchcover das symbolische Streichholz, das das Tagebuch in Flammen setzt („It’s a match …“).

Vor diesem Hintergrund funktioniert dieser Roman aus meiner Sicht auch für Leser gut, die keine Fans von Ronja von Rönne sind. Losgelöst vom Blog oder Feuilleton, legt der Roman den Finger in die wunde Stelle der heutigen Generation. In der Rhetorik des Textes wird das eingesperrt sein als Gefühl deutlich, wird das Kritikfeuerwerk zu einem Gefangensein in den Begriffen, die so sinnentleert zu sein scheinen. Und dieser Text darf das, es ist nun einmal kein Blog, es ist Noras Tagebuch.

Ich finde abseits jeglicher Kontroverse, dass Ronja von Rönne hier einen Roman vorgelegt hat, der nicht den Anspruch erhebt, die gesamte Generation zu vertreten. Wohl aber gibt das Buch einen Einblick in einen Teil der Gefühlswelt der Mittzwanziger. Wer sich damit nicht identifizieren kann, okay, dann ist das so. Aber für mich ist es ein ehrlicher Text, bei dem ich mich oft ertappt gefühlt habe, grade was die sinnentleerte Rhetorik betrifft. Der durch seine Offenheit eine große Angriffsflächen bietende Roman benutzt die Ironie als Selbstschutz, genau wie Nora als Protagonistin.

Und grade das ist es, was den Roman für mich zu einem übergreifenden Leseerlebnis macht, sei man nun Fan von Frau Rönne oder nicht.

Eine Empfehlung von Mike Wagner.

John Niven – Old School

Was lässt absolut harmlose, zutiefst bürgerlich orientierte und gesetzestreue ältere Mitbürger dazu verleiten, eine kriminelle Karriere einzuschlagen? Es muss schon „knüppeldick“ kommen, bevor solch ein Ereignis seinen Lauf nimmt.

Susan und Julie sind seit Jahrzehnten unzertrennliche Freundinnen. Julies sechzigster Geburtstag steht an und sie ist wirklich nicht vom Leben verwöhnt – hat halt zu oft ein Händchen für die falschen Männer gehabt und muss jetzt in einem Seniorenheim die miesesten Jobs machen. Susan steht offensichtlich auf der „Sonnenseite“ des Lebens, ist zwar mit einem Langweiler verheiratet, lebt aber in gutbürgerlicher gesicherter Existenz – glaubt sie.. Ihre Welt bricht zusammen, als ihr Gatte tot aufgefunden wird und sich herausstellt, dass dieser über Jahre ein Doppelleben führte und selbst das gemeinsame Haus längst verpfändet ist. Derart aus dem normalen Leben gerissen, sinnt Susan auf Rache und plant mit Ihrer Freundin, sowie zwei weiteren Damen und einem abgehalfterten Ex-Bankräuber einen Coup. Wie aber soll man einen Banküberfall durchziehen wenn (fast) alle TeilnehmerInnen blutige Anfänger sind und besagter Ex-Bankräuber auf seinen Rollstuhl nebst künstlicher Beatmung angewiesen ist?

Kurzum, von Anfang an geht alles schief, was nur schief gehen kann – aber die Mädels sind stark im Improvisieren…

Dieses Buch zu Lesen hat richtig Spaß gemacht. Es ist ein Roadmovie, der einen den Kopf schütteln lässt, über soviel Naivität der kriminellen Akteure, gleichzeitig den Atem verschlägt über das Tempo mit dem die Heldinnen durch die Story rasen.

Und noch etwas: Von Anfang an galten meine Sympathien den vier Hauptpersonen und dass hat sich auch bis zum Schluss nicht geändert.

Eine Empfehlung von Hans-Günter Draht

Benedict Wells – Vom Ende der Einsamkeit

„Fast genial“ war 2011 der erste Roman, den ich von dem mir damals unbekannten Autoren Benedict Wells gelesen hatte. Dieses etwas schräge Roadmovie hat mir damals so gut gefallen, dass in windeseile auch seine anderen Romane nachgeholt werden mussten. In Erinnerung blieb dabei insbesondere „Becks letzter Sommer“; eine Geschiche um den titelgebenden Musiklehrer Beck, der (mitten in seiner Midlife-Crisis) einen längst ant acta gelegten Traum wieder aufleben lässt (verfilmt wurde das Ganze 2015 mit Christian Ulmen in der Hauptrolle).
Entsprechend groß war also auch meine Vorfreude, als ein neuer Roman von Wells angekündigt wurde.

„Vom Ende der Einsamkeit“ heißt das Kind und zeigt Benedict Wells von einer ganz anderen Seite.
Statt Protagonisten an Wendepunkten in ihrem Leben zu zeigen, begleiten wir unseren Helden, Jules, durch mehrere Dekaden. Und auch das gelingt dem Autor bravourös. Aber halt, der Reihe nach. Worum geht es also in „Vom Ende der Einsamkeit“?!

Die drei Geschwister Jules, Liz und Marty werden jäh aus ihrer glücklichen Kindheit gerissen, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen. Die Kinder werden auf ein Internat geschickt, bei dem sie sich sowohl an den rauhen Umgang als auch an den Verlust ihrer Eltern gewöhnen müssen. Allen Dreien fällt dies natürlich unendlich Schwer und jeder hat seine ganz eigene Art, mit der Trauer umzugehen: der verträumte Jules stürzt sich in Bücher, Liz hat mit sich selbst und nach und nach auch mit Drogenproblemen zu kämpfen und der große Bruder Marty schließt sich in seinem Zimmer ein und macht sich mit seinen verschrobenen Kumpels an’s Programmieren.
Kurzum, durch die unterschiedlichen Interessen sowie die räumliche Trennung am Internat gerät auch die Beziehung der Geschwister arg ins Wanken.

Halt gibt Jules zu dieser schwierigen Zeit nur seine (einzige) Schulfreundin Alva. Zusammen werden Bücher gelesen, Platten gehört und so „überstehen“ die beiden die unliebsame Internatszeit. Bevor sich allerdings aus dieser tiefen Freundschaft noch mehr entwickeln kann, verlieren sich Jules und Alva aus den Augen. Erst viele Jahre später finden sich beide wieder zusammen, doch vieles hat sich seit dem verändert.

Dies sind also die zwei Erzählebenen, die Wells in „Vom Ende der Einsamkeit“ in den Fokus rückt: Wie entwickeln sich die Geschwister und was passiert mit/zwischen Jules und Alva? Die Figuren gewinnen mit Dauer des Buches zusehends an Tiefe und wachsen an einem ans Herz – sei es nun die exzessiv lebende Liz oder die geheimnisvolle Alva, jede hat seine ganz eigene, glaubwürdig erzählte Geschichte.
Die Thematiken, die Wells anspricht (Trauer, Selbstfindung, Verlust.) sind zwar nicht ganz einfach, doch der schnörkellose und gleichzeitig sehr einfühlsame Schreibstil des Autors sorgen dafür, dass das Buch durchweg kurzweilig bleibt, während gleichzeitig jeglicher überflüssiger Kitsch vermieden wird. Ganz, ganz großes Kino!

Benedict Wells hat sich von seinem bisherigen Erfolgsschema gelöst und ist an seinen neuen Aufgaben gewachsen, sodass er den Vergleich mit großen Erzählern nicht (mehr) zu scheuen braucht. Für mich persönlich, ist dies mein Lieblings-Wells und definitv einer meiner bisherigen Favoriten 2016.

Eine Empfehlung von Nico Bärenklau

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