• „Old School“ – John Niven

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Was lässt absolut harmlose, zutiefst bürgerlich orientierte und gesetzestreue ältere Mitbürger dazu verleiten, eine kriminelle Karriere

einzuschlagen? Es muss schon „knüppeldick“ kommen, bevor solch ein Ereignis seinen Lauf nimmt.

Susan und Julie sind seit Jahrzehnten unzertrennliche Freundinnen. Julies sechzigster Geburtstag steht an und sie ist wirklich nicht vom Leben verwöhnt – hat halt zu oft ein Händchen für die falschen Männer gehabt und muss jetzt in einem Seniorenheim die

miesesten Jobs machen. Susan steht offensichtlich auf der „Sonnenseite“ des Lebens, ist zwar mit einem Langweiler verheiratet,

lebt aber in gutbürgerlicher gesicherter Existenz – glaubt sie..

Ihre Welt bricht zusammen, als ihr Gatte tot aufgefunden wird und sich herausstellt, dass dieser über Jahre ein Doppelleben führte

und selbst das gemeinsame Haus längst verpfändet ist. Derart aus dem normalen Leben gerissen, sinnt Susan auf Rache und

plant mit Ihrer Freundin, sowie zwei weiteren Damen und einem abgehalfterten Ex-Bankräuber einen Coup.

Wie aber soll man einen Banküberfall durchziehen wenn (fast) alle TeilnehmerInnen blutige Anfänger sind und besagter

Ex-Bankräuber auf seinen Rollstuhl nebst künstlicher Beatmung angewiesen ist?

Kurzum, von Anfang an geht alles schief, was nur schief gehen kann – aber die Mädels sind stark im Improvisieren…

Dieses Buch zu Lesen hat richtig Spaß gemacht. Es ist ein Roadmovie, der einen den Kopf schütteln lässt, über soviel Naivität der

kriminellen Akteure, gleichzeitig den Atem verschlägt über das Tempo mit dem die Heldinnen durch die Story rasen.

Und noch etwas: Von Anfang an galten meine Sympathien den vier Hauptpersonen und dass hat sich auch bis zum Schluss nicht geändert.

Hans-Günter Draht

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